Themenwelten

Wie unser Name bereits sagt, dreht sich bei uns alles um Rundlinge. Dabei ist die Erforschung und Darstellung dieser Siedlungsform eine Sache, eine andere, dass Sie diese wunderbare, rätselhafte Form des Zusammenlebens im Dorf hier und heute erleben können.

Hier heißt: Kommen Sie ins Wendland, Heute: Machen Sie sich auf den Weg ins Rundlingsmuseum Wendland als Start in diesen einmaligen Landstrich.

Aber um die Geschichte „rund“ zu bekommen, fließen noch andere Aspekte ein:

Wie war das Leben im 18. und 19. Jahrhundert hier im Wendland? Was können wir lernen, sowohl vom Guten als auch vom Schlechten? Eine wunderbare Quelle sind dabei frühe Fotografien, die das Wendland bereits ab Ende des 19. Jahrhunderts im Bild einfingen. „Damals im Wendland“ von Burkhard Kulow hat hier in jahrelanger, akribischer Arbeit ein einzigartige digitale Plattform errichtet; hier zwei Probehäppchen. Schauen Sie auch in unsere diesbezügichen Hinweise.

Was war davor, wieso heißt das Wendland Wend-Land? Wer waren die Wenden, wo kamen sie her, wo sind sie geblieben, welche Spuren haben Sie bis heute hinterlassen?

Neben diesen beiden Themenwelten, die auch von überregionalem, ja internationalem Interesse sind (siehe UNESCO-Weltkuturerbe), steht auch das Handwerk von früher im Fokus: Erleben Sie unsere Museumshandwerker: Schmied, Bäcker, Stellmacher und Töpferin am Werk, wie sie traditionelle Techniken in die heutige Zeit übertragen. Manche speziellen vergessenen Künste können Sie auch in Kursen und Lehrgängen für zuhause erlernen, beachten sie unseren Kurs-Kalender.

Und: Zum Leben auf dem Lande gehörte wie seinerzeit anderswo auch eine weitgehende Autarkie in Sachen Lebensmittelerzeugung und – verarbeitung, die natürlich Land- und Gartenwirtschaft und die Haltung von Nutztieren als Nahrungs- und Kraftquelle voraussetzte. Welche Kenntnisse sind verloren geangen, welche sollten wir wiederbeleben in einer Welt, wo jeder Zehnjährige digital herumzaubert, aber die meisten Dreißigjährigen nicht nehr wissen, wie man gescheit einen Garten betreibt, Hühner hält oder ein Schwein.

Leineschafe auf unserer Obstwiese

Diese Dinge zurückzuholen, kann gerade auf dem Lande ein wesentlicher Beitrag zu weniger Massenproduktion und weniger globalem Güterverkehr sein. Gerade in Sachen Lebensmittel, gerade in Sachen Tierhaltung und -transporte. Act local. Also Ärmel hochgekrempelt, und ab ins Rundlingsmuseum, um die guten alten Sachen zu lernen. Und zwar nur die guten, jedoch angereichert mit all dem guten neuen Wissen, das die Alten leider noch nicht hatten.